Tageslosung  

Tageslosung von Samstag, 16. Dezember 2017
Weh denen, die Unheil planen, weil sie die Macht haben!
Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein.
   

KimbuluAfrika,
was diesem Kontinent angetan wird, kann man aktuell wieder am Umgang mit der Ebola-Epidemie erkennen. Arme Menschen sind keine Konsumenten, bringen kein Geld ein und ihre medizinische Versorgung steht deshalb nicht auf der Agenda großer Konzerne. Ebola ist nicht neu, ebenso wie das Denghi-Fieber. Dennoch gibt es bislang keine Medizin, weil, ja weil es bislang den "freien Westen" nicht betroffen hat. Bestürzend!

Bestürzend, wie man immer wieder fahrlässig mit den angestrebten staatlichen Zielen für Entwicklungshilfe umgeht und wie zudem westliche Leitbilder das bestimmen, was als Entwicklungshilfe wahrgenommen wird und nicht das, was die Menschen als Hilfe zur Selbsthilfe tatsächlich benötigen.

Zudem werden Länder, deren Bodenschätze nicht von einer starken Regierung geschützt werden, von sogenannten "Bürgerkriegen" überzogen, wie man am Beispiel des Kongo gut erkennen kann. Stellvertreterkriege, bei denen es um die Kontrolle hier der sogenannten "seltenen Erden" geht, die besonders für unsere moderne Telekommunikation wichtig sind.
Afrika, das sich nur schwer von seiner kolonialen Vergangenheit und den damit verbundenen willkürlichen Grenzen der Kolonialmächte erholt, ist der Verliererkontinent der Welt und damit natürlich Sammelbecken für alle möglichen schwelenden Konflikte wirtschaftlicher, religiöser und ethnischer Art.

1305 Euro werden das nicht ändern. 1305 Euro, die die Tombola auf dem Dellinger Erntedankfest als Reingewinn für ein privates Afrikaprojekt eingebracht hat. Und doch sind diese 1305 Euro im Letzten mehr wert, als es hier scheinen mag.

Viele Menschen, die sich nicht damit abfinden konnten, dass Afrika das Armenhaus der Welt ist und bleiben soll, haben mit viel Herzblut jenseits aller staatlichen Initiativen, begonnen, selbst zu helfen. Ohne bürokratischen Wasserkopf, ohne riesenhafte Organisationsstruktur, ohne ... ohne ... ohne, aber mit dem festen Willen, den Menschen vor Ort zu helfen.

Seit langen Jahren ist Dr. Berndt Otte aus Wipperfeld einer dieser Menschen. Vieles hat er bereits im Kongo getan, in Goma und anderswo. Zurzeit konzentriert sich seine Energie auf das Dorf Kimbulu östlich von Kinshasa. Um die Wasserversorgung sicherzustellen soll hier ein Brunnen gebohrt werden. Was das bedeutet, kann man sich in unserer wasserreichen Region kaum vorstellen, aber in Afrika bilden solche Projekte eine notwendige Grundlage für das Leben der Menschen. Das scheint wenig spektakulär, weil es so elementar ist. Aber ohne die Grundlagen für das Leben kann nichts sein und Wasser ist dabei das Wesentlichste.

1305 Euro aus einer Tombola, aus der Tombola des kleinen Erntedankfests der evangelischen Gemeinde sollen dazu beitragen, dass in Kimbulu Menschen Wasser haben. Besser kann es nicht sein. Danke an die, die mit so viel Herzblut dieses Geld erwirtschaftet haben! Danke Dr. Otte für dieses unglaubliche Engagement und weiterhin Gottes Segen.